Diagnosen für eine Cannabistherapie – Medizinische Indikationen im Überblick
Viele Patient:innen fragen sich, ob eine Cannabistherapie bei ihren gesundheitlichen Beschwerden sinnvoll ist. Die gute Nachricht: Das deutsche Gesetz nennt keine starre Diagnoseliste. Entscheidend ist immer die medizinische Einschätzung der Ärzt:innen — basierend auf Symptomen, Leidensdruck, bisherigen Therapien und individueller Verträglichkeit.
Diese Kategorie erklärt die wichtigsten Diagnosegruppen, bei denen Cannabis in Deutschland — insbesondere in Berlin — häufig eingesetzt wird.
Klar strukturiert, medizinisch nachvollziehbar und ohne falsche Versprechungen.
Ziel ist Orientierung:
Bei welchen Beschwerden kann eine Cannabistherapie typischerweise wirksam sein?
Welche Diagnosegruppen werden von Ärzt:innen regelmäßig als sinnvoll bewertet?
Und warum ist Berlin einer der offensten Standorte für moderne Cannabinoidtherapie?
10 ausführliche FAQs – Diagnosen für die Cannabistherapie
Nein.
Der Gesetzgeber schreibt keinen festen Katalog vor.
Stattdessen gilt:
– Die Beschwerden müssen medizinisch plausibel sein.
– Ärzt:innen müssen nachvollziehbar begründen können, dass Cannabis helfen kann.
– Andere Therapien waren unwirksam oder schlecht verträglich.
Das bedeutet:
Viele verschiedene Diagnosen können infrage kommen.
Ja – chronische Schmerzen gehören zu den häufigsten Gründen für die Verordnung von Cannabis.
Typische Schmerzdiagnosen:
– Rücken- und Bandscheibenschmerzen
– Gelenkschmerzen / Arthrose
– Fibromyalgie
– Neuropathische Schmerzen
– Tumorschmerzen
– Myofasziale Schmerzsyndrome
Darum kann Cannabis helfen:
– moduliert Schmerzsignale
– reduziert muskuläre Anspannung
– wirkt antiinflammatorisch
– verbessert den Schlaf und Erholung
Ja — Schlafstörungen zählen zu den häufiger genannten Beschwerdebildern.
Typische Beschwerden:
– Ein- und Durchschlafstörungen
– Stressbedingte Schlafprobleme
– Schlafstörungen aufgrund von Schmerzen
– Schlafprobleme im Rahmen psychischer Belastungen
Cannabis kann:
– Einschlafzeit reduzieren
– Ruhe und Entspannung fördern
– nächtliche Unruhe verringern
– Schlafqualität verbessern
Ja — wenn andere Therapien nicht ausreichend wirken oder schlecht vertragen werden.
Typische Indikationen:
– Generalisierte Angststörung
– Situative/stressbedingte Angst
– Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
– Belastungsreaktionen
– Dauerstress und Übererregung
Wirkmechanismen:
– Reduktion von innerer Unruhe
– Verbesserung der Stressverarbeitung
– Stabilisierung des Schlafs
– Dämpfung von Übererregung und Flashbacks
Wichtig: Cannabis ersetzt keine Psychotherapie, kann sie aber sinnvoll ergänzen.
Ja — ADHS ist eine der am stärksten wachsenden Indikationen in Deutschland und Berlin.
Typische Situationen:
– Unruhe
– Impulsivität
– Konzentrationsschwierigkeiten
– Stress- oder Reizüberlastung
– starke Nebenwirkungen unter Stimulanzien
Cannabis kann bei einigen Patient:innen:
– Fokus verbessern
– Reizfilterung erleichtern
– innere Ruhe fördern
– Schlafqualität erhöhen
Die ärztliche Prüfung bleibt jedoch obligatorisch.
Ja — insbesondere wenn herkömmliche Therapien nicht ausreichen.
Beispiele:
– muskuläre Daueranspannung
– Rückenspannungen
– myofasziale Schmerzen
– spastische Beschwerden (z. B. bei MS)
– stressinduzierte Verspannungen
Wirkung:
– muskelentspannend
– krampflösend
– schmerzlindernd
Cannabis wird häufig eingesetzt bei:
– Morbus Crohn
– Colitis ulcerosa
– Reizdarmsyndrom mit Krämpfen
– Übelkeit & Appetitlosigkeit (z. B. bei Krebs)
– chronisch entzündlichen Beschwerden
Wirkmechanismen:
– entzündungsmodulierend
– krampflösend
– appetitanregend
– beruhigend auf das vegetative Nervensystem
Typische Beispiele:
– Multiple Sklerose (MS)
– neuropathische Schmerzen
– Spastiken
– Restless-Legs-Syndrom
– seltene Epilepsieformen (CBD-basiert)
Wirkung:
– Reduktion überaktiver Nervenimpulse
– Entspannung der Muskulatur
– Verbesserung der Schlafregeneration
Ja — Cannabis wird oft begleitend eingesetzt.
Typische Gründe:
– Appetitlosigkeit
– Übelkeit durch Chemotherapie
– Tumorschmerzen
– Schlafprobleme
– Angst und Belastung
Hier geht es primär um Lebensqualitätsverbesserung, nicht um Tumorbehandlung.
Ja — dazu gehören:
– Tourette-Syndrom
– Clusterkopfschmerzen
– schwere chronische Migräne
– Autismus-Spektrum-Störungen (einzelfallabhängig)
– Sichelzellanämie (Schmerztherapie)
– einige dermatologische Schmerzsyndrome
Hier erfolgt die Verschreibung streng individuell.
Geprüft von
Dr. Hans Werner, M.D. / Leitender Arzt
Dr. Hans Werner ist ein international ausgebildeter Mediziner mit umfassender klinischer Erfahrung in der Notfallmedizin, Allgemeinmedizin, Chirurgie sowie Intensiv- und Akutversorgung. Als einer der frühen Fachexperten für medizinisches Cannabis und telemedizinische Behandlungsmodelle steht er für eine sichere, evidenzbasierte und patientenzentrierte Versorgung. Seine internationale Laufbahn prägt seinen ganzheitlichen, modernen und qualitätsorientierten Therapieansatz.
Rechtlicher Hinweis: Haftungsausschluss:
Diese Website dient ausschließlich der Information und Vermittlung ärztlicher Leistungen. Es werden keine Diagnosen gestellt und keine Krankheiten behandelt. Die Ausstellung eines Rezepts für medizinisches Cannabis erfolgt ausschließlich nach ärztlicher Prüfung im Rahmen eines individuellen Behandlungsverhältnisses. Die Inhalte dieser Website ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung oder Behandlung.
Top-5 Quellen dieser Kategorie
Bundesärztekammer – Hinweise zur Cannabinoidtherapie
https://www.bundesaerztekammer.de
BfArM – Indikationen & medizinische Bewertung
https://www.bfarm.de
Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin – Leitlinie Cannabis
https://www.dgschmerzmedizin.de
Techniker Krankenkasse – Cannabis als Medizin (Indikationsinfo)
https://www.tk.de
Kassenärztliche Bundesvereinigung – Hinweise zur ärztlichen Verordnung
https://www.kbv.de