Reinheit, Sicherheit & Qualität – Wie medizinisches Cannabis zuverlässig geprüft wird
Medizinisches Cannabis aus Berliner Apotheken unterscheidet sich grundlegend von allem, was auf dem Schwarzmarkt oder im Freizeitbereich erhältlich ist.
Es wird unter pharmazeutischen Bedingungen angebaut, verarbeitet, geprüft und abgegeben – mit klar definierten Standards, die in Europa zu den strengsten zählen.
Diese Kategorie erklärt, wie Reinheit und Qualität gewährleistet werden, warum medizinisches Cannabis zu den am strengsten kontrollierten Pflanzenprodukten gehört und welche Tests jede Charge durchläuft, bevor sie Patient:innen erreicht.
Ein reines Qualitätskapitel – ohne Verkauf, ohne Sortenbewertung, ohne Apothekenprozesse.
10 ausführliche FAQs – Reinheit, Sicherheit & Qualität
Medizinische Qualität heißt, dass Cannabis:
– aus zertifiziertem Anbau stammt
– frei von Verunreinigungen ist
– exakte THC-/CBD-Werte besitzt
– chargenrein und rückverfolgbar ist
– unter Laborbedingungen geprüft wird
– pharmakonform verarbeitet wurde
Im Gegensatz zu Freizeit- oder Straßenware ist medizinisches Cannabis ein zugelassenes Arzneimittel, das einer vollständigen pharmazeutischen Lieferkette unterliegt.
EU-GMP = Good Manufacturing Practice
Der wichtigste pharmazeutische Standard Europas.
EU-GMP garantiert:
– Reinraumproduktion
– sterile Verpackung
– kontrollierte Trocknung & Curing
– kontinuierliche Qualitätsprüfungen
– dokumentierte Herstellungsprozesse
– vollständige Rückverfolgbarkeit
Kurz gesagt:
Cannabis wird wie ein Medikament behandelt – nicht wie ein Naturprodukt.
Alle medizinischen Cannabisprodukte in Berlin müssen EU-GMP-konform sein.
EU-GACP = Good Agricultural and Collection Practice
Diese Norm regelt:
– kontrollierte Beleuchtung & Bewässerung
– frei von Pestiziden & Schimmel
– hygienische Ernte & Trimmung
– Schutz vor Kontamination
– saubere Weiterverarbeitung
– dokumentierte Ernteprotokolle
GACP betrifft das Wachstum, GMP die Verarbeitung.
Der medizinische Anspruch entsteht erst durch beides zusammen.
Ja – jede einzelne Charge wird getestet, bevor sie den pharmazeutischen Markt erreicht.
Geprüft werden:
– THC- & CBD-Gehalte
– Terpenprofil
– mikrobiologische Reinheit
(Schimmel, Bakterien, Hefen)
– Pestizide, Schwermetalle & Mykotoxine
– Restfeuchte
– Identität & Konsistenz
Die Laborberichte gehören zur Pflichtdokumentation und müssen Apotheken vorliegen.
Weil medizinische Sorten:
– aus stabiler Genetik stammen
– unter kontrollierten Bedingungen wachsen
– präzise Erntezeitpunkte einhalten
– standardisierte Trocknung und Curing durchlaufen
– laborgeprüfte Chargenzertifikate besitzen
Freizeitware variiert je nach Anbau, Transport, Lagerung und Verarbeitung stark.
Medizinische Ware bleibt reproduzierbar stabil.
Durch:
– kontrollierte Indoor-Anlagen
– strikte Hygieneprotokolle
– gefilterte Luftsysteme
– Schutz vor Staub, Fremdstoffen und Pestiziden
– sterile Verpackungslinien
– Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle
– gesetzliche Transportvorgaben
Medizinische Ware darf keine Verunreinigungen enthalten – Nulltoleranz.
Kurz gesagt: in allem.
Medizinische Qualität
– laborgeprüft
– steril & sauber
– definierte THC-/CBD-Werte
– keine Streckmittel
– dokumentierte Herkunft
– pharmazeutische Lagerung
– konstant & zuverlässig
Straßenware
– ungeprüft
– oft verunreinigt
– zufällige Zusammensetzung
– häufig gestreckt
– unbekannte Herkunft
– unsachgemäße Lagerung
– stark schwankend
Medizinisches Cannabis ist ein kontrolliertes Arzneimittel.
Straßenware ist ein Risiko.
Terpene beeinflussen:
– Geruch
– Geschmack
– Wirkung
– therapeutische Richtung
Laboranalysen erfassen:
– spezifische Terpenkonzentrationen
– Stabilität des Profils
– Abweichungen von der Sollcharakteristik
Ein echtes Qualitätsmerkmal ist ein konsistentes Terpenprofil, das zwischen Chargen stabil bleibt.
Rechtliche Vorgaben verlangen:
– luftdichte, versiegelte Behältnisse
– temperaturkontrollierte Lagerung
– keine Lichteinwirkung
– Schutz vor Feuchtigkeit
– dokumentierte Übergaben
– gesicherte Lagerorte
– gesetzeskonforme BtM-Schränke
Jede Station der Lieferkette — vom Kultivator über den Importeur bis zur Apotheke — ist auditpflichtig.
Berlin profitiert von:
– hoher Apothekenerfahrung mit Cannabis
– großer Sortenverfügbarkeit (mehr Kontrollpunkte)
– engem Austausch zwischen Ärzten & Apotheken
– strengen lokalen Behördenstandards
– hoher Nachfrage → stabilen Lieferketten
– etablierten Qualitätsprozessen in spezialisierten Betrieben
Berlin vereint medizinische Expertise, moderne Digitalisierung und hohe regulatorische Kompetenz — ein idealer Boden für verlässliche Qualität.
Geprüft von
Dr. Hans Werner, M.D. / Leitender Arzt
Dr. Hans Werner ist ein international ausgebildeter Mediziner mit umfassender klinischer Erfahrung in der Notfallmedizin, Allgemeinmedizin, Chirurgie sowie Intensiv- und Akutversorgung. Als einer der frühen Fachexperten für medizinisches Cannabis und telemedizinische Behandlungsmodelle steht er für eine sichere, evidenzbasierte und patientenzentrierte Versorgung. Seine internationale Laufbahn prägt seinen ganzheitlichen, modernen und qualitätsorientierten Therapieansatz.
Rechtlicher Hinweis: Haftungsausschluss:
Diese Website dient ausschließlich der Information und Vermittlung ärztlicher Leistungen. Es werden keine Diagnosen gestellt und keine Krankheiten behandelt. Die Ausstellung eines Rezepts für medizinisches Cannabis erfolgt ausschließlich nach ärztlicher Prüfung im Rahmen eines individuellen Behandlungsverhältnisses. Die Inhalte dieser Website ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung oder Behandlung.
Top-5 Quellen dieser Kategorie
Deutscher Arzneimittel-Codex – Monografie „Cannabisblüten“
https://dacnrf.pharmazeutische-zeitung.de
BfArM – Qualitätsanforderungen für medizinisches Cannabis
https://www.bfarm.de
EU-GMP Leitfaden
https://health.ec.europa.eu/medicinal-products/eudralex/eudralex-volume-4_en
EU-GACP Richtlinien
https://www.ema.europa.eu
Apothekenbetriebsordnung (ApoBetrO) – Anforderungen zur Lagerung
https://www.gesetze-im-internet.de/apobetro_1987/__16.html