Cannabis-Sorten & Wirkung – Die Berliner Sortenwelt verständlich erklärt
Berlin hat eine der größten Sortenvielfalten Deutschlands.
Nicht wegen Trends oder Katalogen, sondern durch die enorme Nachfrage, die eng getaktete Versorgung durch Großhändler und die hohe Erfahrung lokaler Apotheken. Dadurch ist Berlin zu einer echten Sorten-Hochburg geworden: stabilere Verfügbarkeit, schnellere Sortenrotation, mehr getestete Profile und unmittelbares Feedback aus der größten Patient:innen-Community des Landes.
Diese Kategorie erklärt, wie Sorten in Berlin tatsächlich funktionieren – medizinisch, praktisch und alltagsnah. Du erfährst, warum bestimmte Sorten besonders beliebt sind, welche Terpene typischerweise dominieren und wie Berliner Apotheken Sorten nach Stabilität und Profil auswählen.
10 ausführliche FAQs – Sorten & Wirkung (Berlin Edition)
Aufgrund der hohen Nachfrage führen viele Berliner Apotheken regelmäßig Sorten mit stabiler Lieferkette und reproduzierbarem Wirkprofil.
Typische Beispiele (nicht als Empfehlung, sondern als Marktbeobachtung):
– Gorilla Glue – ausgleichendes, körperfokussiertes Profil
– Amnesia Haze – aktivierend, klarer Kopf
– Blueberry OG – beruhigend, schlaffördernd
– Critical Mango – aromatisch, mild entspannend
– Tilray & Aurora Linien – sehr konstante Chargen
– Bedrocan Klassiker – hohe Standardisierung
Hinweis:
Sortennamen können sich unterscheiden, weil Apotheken teils pharmazeutische Produktbezeichnungen verwenden (z. B. „CAN-22/1“ statt „Blue Dream“).
Wesentliche Kriterien:
– Stabilität der Charge
– regelmäßige Verfügbarkeit beim Großhändler
– klar definiertes THC/CBD-Profil
– Terpenkonsistenz
– Verträglichkeit aus Patient:innenrückmeldung
– medizinische Plausibilität
– Preis innerhalb des gesetzlichen Rahmens
Berlin hat eine besonders große Sortenrotation, daher wählen Apotheken Sorten, die sich in der alltäglichen Versorgung bewährt haben.
Terpene bestimmen oft, wie eine Sorte wirkt, selbst wenn zwei Sorten denselben THC-Wert haben.
Typische Terpene in Berliner Lieblingssorten:
– Myrcen: muskelentspannend, schlaffördernd
– Limonen: stimmungsaufhellend, aktivierend
– Caryophyllen: entzündungshemmend, schmerzlindernd
– Pinene: klarer Kopf, Fokus
– Linalool: beruhigend, angstlösend
Der Berliner Alltag zeigt:
Für viele Patient:innen ist nicht der THC-Wert entscheidend, sondern das Terpengefühl.
Ja, geringe Schwankungen sind normal.
Cannabis ist ein Naturprodukt.
ABER:
In Berlin werden ausschließlich medizinische Sorten abgegeben, die:
– strenge Toleranzgrenzen einhalten
– laborgeprüfte Schwankungen aufweisen
– exakt dokumentiert werden
Das heißt:
Ein Wechsel von z. B. 22 % → 21 % THC ist normal.
Ein Wechsel von 22 % → 16 % wäre nicht zulässig.
Weil Berlin:
– den größten Bedarf hat
– große Apotheken mit hohen Rotationsmengen betreibt
– täglich Ware von Großhändlern erhält
– enge Beziehungen zwischen Apotheken & Importeuren pflegt
– stark vernetzte telemedizinische Strukturen hat
– Sorten schnell wieder verfügbar sind
Praktisch gesehen:
Viele Sorten landen in Berlin zuerst – und bleiben hier stabiler verfügbar.
Allgemeine Orientierung (keine Empfehlung):
Schlaf:
indica-dominante, myrcenreiche Sorten
Schmerzen:
Sorten mit ausgeglichenem THC-Profil & Caryophyllen
Stress/Unruhe:
Limonen- oder Linalool-dominante Hybride
Fokus/ADHS:
pinendominierte Sativa-Hybride
Diese Einschätzung basiert auf häufigen Patient:innenrückmeldungen aus der Berliner Versorgung.
Weil medizinisches Cannabis regulatorisch als Arzneimittel gilt.
Daher müssen Sorten häufig unter Angaben wie:
– „CAN-GER-22/1“
– „CAN-ESP-18/1“
– „Aurora 22/1“
geführt werden.
Hinter diesen Codes stecken:
– THC/CBD-Werte
– Importland
– Hersteller-/Kultivatorinformationen
– Chargenkennungen
Das erleichtert:
– Dokumentation
– Nachverfolgbarkeit
– pharmazeutische Qualitätsprüfung
Apotheken können auf Wunsch erklären, welcher Sortenname hinter einem Code steckt.
Der Prozess läuft meist so:
Rezept legt Wirkstoffrahmen fest
Apotheke bietet mehrere Sorten an, die exakt ins Profil passen
Patient:innen beschreiben:
– gewünschte Wirkung
– Erfahrungen mit früheren Sorten
– Alltagsanforderungen
Die Apotheke berücksichtigt:
– THC-/CBD-Werte
– Terpenprofil
– Chargenstabilität
– Verfügbarkeit
Die Auswahl erfolgt gemeinsam und rein medizinisch.
Die meisten Patient:innen finden „ihre“ Sorte nach kurzer Zeit.
Weil Apotheken medizinisch arbeiten müssen:
– Sorten müssen EU-GMP-zertifiziert sein
– müssen verfügbar und replizierbar sein
– müssen dokumentierbar sein
– müssen zur ärztlichen Verordnung passen
– müssen stabile Chargen vorweisen
Onlinekataloge zeigen oft Sorten, die:
– nicht EU-GMP-konform sind
– nicht in Deutschland zugelassen sind
– keine konstante Lieferkette besitzen
Apotheken führen lieber 20–40 stabile Sorten, statt hunderte unzuverlässige.
Wichtige Hinweise:
– immer mit der Apotheke Rücksprache halten
– Sortenwechsel langsam durchführen
– nicht zwei völlig verschiedene Profile direkt vergleichen
– auch auf Terpene und nicht nur auf THC-Werte achten
– Wirkungstagebuch hilft enorm
– stabile Hersteller bevorzugen
– Schwankungen dokumentieren
Patient:innen in Berlin profitieren besonders von großer Sortenverfügbarkeit — aber ebenso von der professionellen Begleitung durch Apotheken.
Geprüft von
Dr. Hans Werner, M.D. / Leitender Arzt
Dr. Hans Werner ist ein international ausgebildeter Mediziner mit umfassender klinischer Erfahrung in der Notfallmedizin, Allgemeinmedizin, Chirurgie sowie Intensiv- und Akutversorgung. Als einer der frühen Fachexperten für medizinisches Cannabis und telemedizinische Behandlungsmodelle steht er für eine sichere, evidenzbasierte und patientenzentrierte Versorgung. Seine internationale Laufbahn prägt seinen ganzheitlichen, modernen und qualitätsorientierten Therapieansatz.
Rechtlicher Hinweis: Haftungsausschluss:
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Top-5 Quellen dieser Kategorie
BfArM – Cannabisblüten & Sorteninformationen
https://www.bfarm.de
DAC/NRF – Monografie Cannabisblüten
https://dacnrf.pharmazeutische-zeitung.de
Deutsche Apotheker Zeitung – Terpene & Sortenprofile
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de
Techniker Krankenkasse – Cannabis als Medizin
https://www.tk.de
Apothekerkammer Berlin – Hinweise zu Cannabisprodukten
https://www.akberlin.de